Nach Jahren unabhängiger Wege treffen zehn künstlerische Positionen an einem gemeinsamen Punkt in der Gegenwart aufeinander. Was sie verbindet, ist kein fortgeführtes Kollektiv, sondern ein Echo aus früheren Begegnungen – ein Ausgangspunkt, der lange zurückliegt und nun in neuer Form aufscheint.
Die Arbeiten von Johannes K. Kots, Esther Eigner, Hoa Luo, Patrik Muchenberger, Marina Schütze, Adele Siegl, Lia Katscher, Ilija Weisz, Alina Özyurt und Elisabeth Falkinger entfalten ein Spannungsfeld zwischen Erinnerung und Bruch, zwischen individuellem Wachstum und unerwarteter Nähe.
Im Zentrum der Ausstellung stehen drei Fragen, die wie offene Fäden zwischen den Positionen verlaufen:
Wie verändern sich künstlerische Sprachen über die Zeit? Welche Linien bleiben bestehen – sichtbar oder unsichtbar? Welche neuen Dialoge entstehen erst durch Entfernung, Abstand und Wiederbegegnung?
Die Ausstellung begreift sich als temporärer Berührungspunkt: ein Ort, an dem zeitliche Zwischenräume spürbar werden und persönliche Entwicklungen sich zu einem neuen, unvorhergesehenen Gefüge verweben — lose, frei, und offen für neue Lektüren.
